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BMW MUSEUM.

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HISTORIE.

Schon in den ersten Jahren des Bestehens war bei BMW das Bewusstsein für die eigene Historie ausgeprägt. Bereits um 1922 wurden die ersten Produkte als unverkäufliche Erinnerungsstücke in einem Raum des Münchener Werks ausgestellt. 1966 wurde daraus ein Werkmuseum, das mit einer neuen historischen Ausstellung aufgewertet wurde.

Ende der 1960er-Jahre entschloss sich der BMW Vorstand zum Bau einer neuen Verwaltungszentrale. Aus einem international besetzten Architekturwettbewerb ging der Wiener Architekt Prof. Karl Schwanzer als Sieger hervor. Ihm verdankt BMW das heute zukunftsweisende Hochhausensemble in Verbindung mit einem eigenständigen Museumsbauwerk in Form einer silbergrauen Schüssel. Am 18. Mai 1973 wurde das BMW Ensemble offiziell eröffnet.

Die Ausstellung im neuen Haus war geprägt von einer relativ schlichten Präsentation von Exponaten, welche die charakteristische Museumsarchitektur nicht verstellte. Im Lauf der Jahre wurde das BMW Museum dank steigender Besucherzahlen zu einem der meistbesuchten Unternehmensmuseen in Deutschland. In seinen ersten 30 Jahren erlebte das BMW Museum drei Dauerausstellungen, bis es 2004 vorübergehend geschlossen wurde und 2008 nach Umbau und Neukonzeption wiedereröffnet wurde.

Werfen Sie einen Blick auf die Highlights in der Geschichte des BMW Museums und klicken Sie sich durch unsere Meilensteine. Wir wünschen Ihnen dabei viel Spaß!

Zeitsignale
1980 ZEITSIGNALE.

Mit Zeitsignale (1980-1984) wurde das Museum völlig umgestaltet, wobei die BMW Exponate im Mittelpunkt standen. Der für das künstlerische Konzept verantwortliche Eberhard Schoener sowie der Theaterintendant Prof. Wilfried Minks tauchten das gesamte Innere in ein mystisches Dunkel und beleuchteten bühnengleich Szenen deutscher Geschichte mit Scheinwerfern. Hunderttausende von Besuchern erlebten einen kulturgeschichtlichen Gang durch das 20. Jahrhundert, angereichert mit Aspekten aus Politik, Verkehr und Mode sowie mit prominenten Zeitzeugen wie Karl Valentin und Liesl Karlstadt, Marlene Dietrich oder Marilyn Monroe.

Zeitmotor 1984-990
1984 ZEITMOTOR.

Einen deutlichen Kontrast bot die zweite Ausstellung Zeitmotor (1984-1991), die das Innere der Schüssel in ein hell strahlendes Weiß tauchte. Die originelle Konzeption inszenierte BMW Fahrzeuge nun vor dem Hintergrund technischer Innovationen und ihrer Auswirkungen auf den Menschen. Die neue Dramaturgie ging auf den Film-Architekten und Oscar-Preisträger Rolf Zehetbauer zurück, der reichhaltige Erfahrungen aus Münchens Filmstadt Geiselgasteig einbrachte. Der Besucher erhielt beispielsweise Einblick in die Atmosphäre einer Werkstatt der 1930er-Jahre im Vergleich zur Wirkungsweise eines hochmodernen Montageroboters. Zahlreiche BMW Fahrzeuge wurden nun auf der gekrümmten Schalenfläche ausgestellt. Anhand eines BMW 320i, der – in alle Einzelteile zerlegt – einen großen Wandabschnitt bedeckte, wurde die Komplexität des Automobilbaus vor Augen geführt. Außerdem thematisierte eine im Windkanal getestete Designstudie das Automobil der Zukunft. Auf der fünften Plattform wurde ein Kino installiert, das in einem Film von George Moorse die Perspektiven einer verantwortungsbewussten Technik aufzeigte.

Zeithorizonte
1990 ZEITHORIZONTE.

Die Ausstellung Zeithorizonte (1991-2004) wurde abermals von Rolf Zehetbauer konzipiert und widmete sich zentralen Umwelt- und Forschungsfragen. Welcher Fortschritt ist machbar und welcher verantwortbar? Neben historischen BMW Fahrzeugen wurde der Blick ins 21. Jahrhundert gerichtet. Ein interaktives Exponat präsentierte unter anderem ein mit vielerlei Elektronik ausgestattetes, futuristisches Auto-Cockpit. Wie der Massenverkehr der Zukunft bewältigt werden könnte, wurde anhand von elektronisch gesteuerten Verkehrsmanagement-Systemen erläutert. Als ein weiteres Highlight bot das museumseigene Kino eine Reise um die Welt in rund zehn Minuten – verbunden mit dem Appell, unseren Planeten auch für künftige Generationen lebenswert zu machen und mit dem Einsatz moderner Technologien verantwortungsbewusst umzugehen.

  • 1980
  • 1984
  • 1990

KONZEPT.

Im Frühjahr 2002 begannen die Planungen, 2004 folgten grundlegende Sanierungsmaßnahmen. Aufgrund der Bedeutung des Unternehmens als weltweit agierender Konzern und angesichts der stetig wachsenden Produktpalette sah die Neukonzeption eine deutliche Vergrößerung des Museums vor. Zunächst wurde die bisherige Museumsschüssel mit dem benachbarten Flachbau verbunden, wodurch die Ausstellungsflächen von bisher 1.000 auf 5.000 m² erweitert werden konnten. Das neue Museumsareal bietet damit ausreichend Platz für die Präsentation von rund 120 Exponaten.

Die Konzeption bezieht sich auf eine Idee des Architekten Karl Schwanzer, den Schöpfer des BMW Museums von 1973. Er hatte die innere Struktur dieses Rundbaus als Fortsetzung der Straße im umbauten Raum definiert. Diese Vorstellung erfuhr im benachbarten Flachbau mit der Vision einer „Straße im umbauten Raum als Prinzip einer dynamischen Architektur“ eine zeitgemäße Weiterentwicklung und Neuinterpretation.

Analog zur Struktur im Rundbau, wo Plattformen wie Plätze entlang einer Straße liegen, sind auch die Ausstellungsflächen im angrenzenden Flachbau an einer Rampe als dem zentralen Besucherweg angeordnet. Die Dynamik der architektonischen Elemente, Rampen und Ausstellungshäuser ist hier jedoch ungleich stärker ausgebildet.

Im Flachbau wurden sieben Ausstellungshäuser errichtet, von denen jedes eine eigene, aus den Themen entwickelte „Identität“ besitzt. Dieses individuelle Erscheinungsbild stellt einen Zusammenhang zu den Ausstellungsobjekten her und dient der Orientierung auf dem ca. 1.000 Meter langen Parcours durch das Museum. Der Rundweg ist kreuzungsfrei konzipiert und führt den Besucher zu allen 25 Ausstellungsbereichen.

ARCHITEKTUR.

Das BMW Museum lässt die Marke BMW in seiner Ausstellungsarchitektur und -gestaltung lebendig werden: Innovation, Dynamik, Ästhetik und Exklusivität gaben den Planungen für Architektur und Neue Medien die Richtung vor. Analog zur Marke, die bei Technik und Design Maßstäbe setzt, geht das BMW Museum neue Wege hinsichtlich der zeitgenössischen Architektur im historischen Bestand und beim Einsatz kommunikativer Medien.

Der denkmalgeschützte Museumsrundbau, die sogenannte Schüssel, steht unmittelbar neben dem BMW Hochhaus und ist das Symbol des BMW Museums. Im Rahmen der Baumaßnahmen 2004-2008 wurde das Bauwerk in seinen Originalzustand von 1973 zurückgeführt. Sein Architekt Prof. Karl Schwanzer hatte das Museum „als Fortsetzung der Straße im umbauten Raum“ konzipiert: Eine zentrale Besucherrampe innerhalb der Schüssel verbindet ein System scheinbar schwebender Plattformen.

Die Interpretation der Rampe als Straße und der Ausstellungsflächen als Plätze wurde bei der Neukonzeption des Museums durch die Architekten und Ausstellungsgestalter von Atelier Brückner in den benachbarten Flachbau übertragen: Während die Außenfassaden dieses rechteckigen Gebäudes als „historische Hülle“ erhalten bleiben, wurden die Geschossdecken entfernt und das Innere völlig entkernt. In den nun entstehenden großen Gesamtraum wurde eine neue Architektur integriert, die aus einer umlaufenden Rampe und sieben eigenständigen Ausstellungshäusern besteht.

Diese aus Stahl und Glas geschaffene Architektur bildet einen bewussten Kontrast zur Schüssel: Während diese sich nach außen als geschlossene, massive Beton-Skulptur präsentiert und im Inneren der Charakter des offenen Gesamtraumes dominiert, erhält die Architektur im Flachbau ein urbanes Gepräge. Beide Gebäudeteile, Rundbau und Flachbau, werden durch die Besucherrampe miteinander verbunden, die den Besucher zu allen 25 Ausstellungsbereichen führt.