DAS KONZEPT DES BMW MUSEUMS.

Strasse im umbauten Raum.

Im Frühjahr 2002 begannen die Planungen, 2004 folgten grundlegende
Sanierungsmaßnahmen. Aufgrund der Bedeutung des Unternehmens als weltweit
agierender Konzern und angesichts der stetig wachsenden Produktpalette sah die
Neukonzeption eine deutliche Vergrößerung des Museums vor. Zunächst wurde die
bisherige Museumsschüssel mit dem benachbarten Flachbau verbunden, wodurch
die Ausstellungsflächen von bisher 1.000 auf 5.000 m² erweitert werden konnten.
Das neue Museumsareal bietet damit ausreichend Platz für die Präsentation von
rund 120 Exponaten.

Die Konzeption bezieht sich auf eine Idee des Architekten Karl Schwanzer, den
Schöpfer des BMW Museums von 1973. Er hatte die innere Struktur dieses Rundbaus
als Fortsetzung der Straße im umbauten Raum definiert. Diese Vorstellung erfuhr im
benachbarten Flachbau mit der Vision einer „Straße im umbauten Raum als Prinzip
einer dynamischen Architektur“ eine zeitgemäße Weiterentwicklung und Neuinterpretation.

Analog zur Struktur im Rundbau, wo Plattformen wie Plätze entlang einer Straße
liegen, sind auch die Ausstellungsflächen im angrenzenden Flachbau an einer Rampe
als dem zentralen Besucherweg angeordnet. Die Dynamik der architektonischen
Elemente, Rampen und Ausstellungshäuser ist hier jedoch ungleich stärker ausgebildet.

Im Flachbau wurden sieben Ausstellungshäuser errichtet, von denen jedes eine eigene,
aus den Themen entwickelte „Identität“ besitzt. Dieses individuelle Erscheinungsbild
stellt einen Zusammenhang zu den Ausstellungsobjekten her und dient der Orientierung
auf dem ca. 1.000 Meter langen Parcours durch das Museum. Der Rundweg ist kreuzungsfrei
konzipiert und führt den Besucher zu allen 25 Ausstellungsbereichen.